Freitag, 3. Oktober 2014

Schule, Matura, Studium, oder besser...

... SIE IST ZURÜCK!
(wo wir grad dabei sind, ist das nicht auch ein neumodisches Buch über Hitler?)

Leute, hier bin ich wieder. Nach einer Ein-Jahres-Pause voller Stress und Prüfungen, in der ich weder zum Lesen, noch zum Zeichnen, noch zu generell irgendwas gekommen bin. 
Aber ich hoffe, dass mir mein neues Leben nun etwas mehr Zeit für diesen Blog hier leiht, ich meine, ich will niemanden auf dem Trockenen sitzen lassen, und hey, ihr 15 die das hier lest, ihr seid immer noch hier, und das sehe ich als ein Zeichen!

Was ich jetzt mit 'neuem Leben' meine? Nun, wie viele jetzt vllt aus dem Titel schließen werden habe ich dieses Jahr meinen Schulabschluss hinter mir gebracht und bin seit Anfang dieses Monats eine Studentin! 
Das bedeutet im Rückblick: Seit Anfang dieses Jahres gab's für mich nicht viel Freizeit, was die Schule anging. (Man muss wissen, ich hab die Schule immer extrem ernst genommen, habe immer gelernt auch wenns nicht nötig war und wollte mich einfach nicht mit 0815 Noten wie 3er abgeben. Ja, das klingt jetzt echt streber-like und spießig, aber ich wollte einfach nicht schlecht in etwas sein, was ich ja eigentlich ganz gut kann. Versteht mich wer? Irgendwer?) Bis Februar gab es eine Arbeit zu schreiben, die ich dann nicht mit 25 sondern mit 80 Seiten abgegeben habe, das Schuljahr musste hinter sich gebracht werden und ab April hab ich dann ausschließlich für die Matura (ich glaube, in Deutschland ist das das Abi?) gelernt. 
Ich will mich nicht beschweren, meine Noten waren bis auf ein Fach, dass ich absolut nicht ausstehen konnte weil im Lehrkörper eine Person vertreten war die mich nicht ausstehen konnte (beruht auf Gegenseitigkeit), ich werde das Fach jetzt nicht beim Namen nennen -okay, Deutsch- bestens, die Abschlussfeier war annehmbar und die Maturareise im Anschluss das beste, was mir jemals passiert ist. Eine Woche Florenz, die Stadt der Künstler, der Renaissance, Leonardo Da Vincis (Ich liebe diesen Mann!) und ganz nebenbei der Hauptort in Assassins Creed 2, einem meiner Lieblingsspiele, mit meinen besten Freunden, das wars schon... *sfz und in Erinnerungen schwelg*

Und dann kamen die 3 Monate langen Ferien.
Von denen ich 2 Monate lang gearbeitet habe - will mich wieder nicht beschweren, war eigentlich eine ziemlich gute Arbeit!

Und dann kam das Studium. 
Und das veränderte alles *tam tam tam*
Nein jetzt mal Spaß beiseite. Ich habe jetzt erst 3 Tage an der Uni verbracht, viel kann ich noch nicht darüber sagen. 

Außer dass es komplett anders ist als sich in die Schule zu setzen.

Viele von euch kennen vielleicht die Redewendung: Man merkt erst, was man gehabt hat, wenn mans nicht mehr hat.
Und so sehe ich das auch mit der Schule. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich die Schule jetzt geliebt habe oder so, ich war auch ziemlich froh als es dann vorbei war, aber dieses bequeme 'nichts tun' geht einem dann doch ab. 
Was ich damit meine? Naja, in der Schule wird im Endeffekt sehr viel für einen getan (außer man ist in Hogwarts. Hogwarts, oh, Hogwarts, warzenschweiniges Hogwarts *summ*) - man muss sich nicht um die Kurse kümmern, die man besuchen möchte, man bekommt einen Stundenplan vorgelegt, man zahlt im Grunde so gut wie nichts für die Lehrbücher, das Busticket ist auch ziemlich billig im Vergleich zu jetzt, und nicht zu vergessen die gewohnte Umgebung, die Freunde die man hat.

Ich studiere in meiner Heimatstadt, weil ich mich noch nicht bereit gefühlt habe, jetzt auszuziehen. Ja, ich bin inzwischen mehr als Volljährig, aber ich habe nicht diesen Drang verspürt, nur weil die Schule jetzt aus ist, alles hinter mir zu lassen, auf alles zu pfeifen und dann abzuhauen.
Ich bin ein Familienmensch, zusätzlich wurde ich in Wien nicht aufgenommen, also habe ich die naheliegende Möglichkeit am Schopf gepackt und nutze sie jetzt auch. Ich muss nicht unbedingt weg, und wenn ich jetzt beispielsweise auch noch wo anders wäre, würde mir die Uni vielleicht gar keine Freude bereiten.
Meine Freunde sind jedoch alle weg, ich kann es ihnen nicht verübeln, ich meine nicht jeder ist wie ich und sie mögen 'Abenteuer' und 'den neuen Start ins Leben'. Ich starte eben von daheim aus, irgendwann wird meine Zeit auch kommen. Wenns Leute da draußen gibt die genauso denken und sich doch ein wenig komisch dabei fühlen- tuts nicht. Das ist normal, komplett normal. Tut das, was sich für euch gut anfühlt, und nicht das, was andere machen nur WEIL sie es machen. Ihr müsst niemanden etwas beweisen, und niemand hat das Recht etwas dagegen zu sagen. Es ist immerhin euer Leben, eure Entscheidung, und wenn es für euch passt, dass passts generell. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um das zu verstehen, aber jetzt habe ich es auch endlich verstanden. Und bedenkt, das hat immerhin auch Vorteile ;)

Worauf ich dabei jetzt aber hinaus wollte ist, dass ich nun allein auf einer riesigen neuen 'Schule' bin, wo sich viele schon kennen, und ich sitze da und denke mir "was mache ich hier überhaupt".
An dieses Studentenleben muss ich mich noch sehr gewöhnen, an das, dass einem nichts mehr hinterher geworfen wird, an das, dass man jetzt eigenständig werden muss.

Aber ich glaube das ist auch ein Sinn der Uni, neben dem Studieren.
Dass man anfängt, richtig fürs spätere Leben zu lernen. Es ist der Sinn, sein Sozialleben zu stärken, neue Leute kennen zu lernen, neue Dinge zu lernen. Und genau das ist es, was zählt. Dass man weiter geht, weiter lebt, dass man sich weiterentwickelt und im Leben auf voran kommt.

Und ich bin mir sicher, nach ein, zwei Wochen wird das Gefühl, nicht zu wissen was man tun sollte, verschwinden. Jeder Anfang ist schwer und ungewohnt, aber ich bin zuversichtlich, dass die erste Hürde die größte ist, und wenn man die bewältigt hat, wirds echt klasse. Als dann, I am ready for the future. I guess xxo

Ich halte euch jedenfalls mit meiner Amateur-Philosophie am Laufenden (ich studieren nicht Philo, falls sich das jetzt wer fragt),
till now, I've said enough,
Heads up, 
See you,
xxo V

Montag, 28. Oktober 2013

Wenn Musik..

... nicht mehr einfach nur Musik ist.

Guten Abend, meine lieben (auch neuen) Leser.
Hier bin ich wieder,
in alter Frische zurück aus Rom!

Und gleich mit dem nächsten 2 Themen am Start, ein Traum. Das zweite wird im nächsten Post angeschnitten (kleiner Tipp, es geht um Kunst), das erste behandeln wir jetzt!

Denn heute geht es um ein Thema, über das ich Bücher füllen könnte- es geht um Musik. Und nicht einfach nur Musik, es geht darum, was passiert wenn einem eine Melodie mehr bedeutet als das eigene Schicksal. 
Klingt krass? Ist aber eigentlich ziemlich schön.
 
Musik ist für mich beispielsweise etwas, das Wunden heilt und schlechte Dinge in den Hintergrund treibt. Jedes Mal, wenn es mir mies geht, wenn ich mir denke 'jetzt reicht es, Gott, lass das doch endlich aufhören', stecke ich meinen iPod an, mache die Augen zu und höre einfach mal auf zu denken, lausche den Lyrics, den Melodien, den unterschiedlichen Instrumenten und vergesse einfach mal meine Probleme.
Ich habe keine Ahnung, wie oft mir Musik schon geholfen hat aus meinen Krisen und Panikattacken zu fliehen, mich zu beruhigen oder mich vor wichtigen Prüfungen (hust Führerschein) einfach wieder zu entspannen, durchzuatmen und das auch zu schaffen. 

Keine Ahnung, wie oft ich schon vor diversen Situationen mit nem Nervenzusammenbruch am Bett gesessen bin, mir dann die Kopfhörer in die Ohren gesteckt habe und schlagartig ruhig geworden bin ('Afterlife' von Avenged Sevenfold wirkt Wunder, glaubt mir das).
Keine Ahnung, wie oft ich schon nach Schularbeiten einfach nur dagesessen bin und mich mit 'Perfect Weapon' von den Black Veil Brides in eine andere Welt verkrümelt habe.
Keine Ahnung, wie oft ich beim Schreiben allein durch die Musik neue Ideen und Einfälle bekomme.

Wenn man mich beispielsweise in der Schule fragt 'was ist das wichtigste, was du gerade bei dir hast', dann sage ich nicht 'Handy', 'Taschenrechner' oder 'Packung Taschentücher'. Das wichtigste in meiner Hosentasche ist definitiv mein iPod (gerade ist einer meiner Stöpsel eingegangen -> Weltuntergang). Ich bin nämlich genau der Typ Mensch, der sich bei ner Wartezeit von 2 Minuten schon die Ohrstöpsel in die Ohren steckt und die Welt ausblendet. Und ja, ich höre ungefähr 3-4 Stunden am Tag Musik- bester. Zeitvertreib. Ever!

Mein Zimmer besteht haupsächlich aus Instrumenten, Bandpostern, Konzerttickets, Notenblättern, Musikern an meinem Kasten und meiner Wand, auf der eine 2m x1,50m Zeichnung meiner Lieblingsband hängt.
Hey, mein Leben dreht sich so um die Musik, und das ist einfach klasse!

Denn Musik gibt mir oft genau das, was mir sonst kein anderer Mensch geben kann -Hoffnung, Trost und einen Tritt in den Hintern, um mich wieder aufzuraffen und mit neuer Energie weiter zu machen.
Musik hat das geheilt, was bestimmte Menschen mir mit Handlungen und Worten 'angetan' haben (wow, sind wir heute wieder theatralisch). 
Musik hat mir so viele Ideen für Geschichten und Zeichnungen gegeben (ja, ich zeichne, wer will ein Portrait von einem Musiker? Oder einem Zombie, je nachdem), hat mich schon so oft von Schulkram abgehalten und mir dann ein schlechtes Gewissen gebracht, aber genau das ist doch das coole an der Sache.

Wenn man es richtig angeht, kann Musik einer deiner besten Freunde werden.
Sie kann einem so viel geben und verlangt nie was zurück. 
Denn Musik, Melodien und Lieder sind die ganze Zeit um uns- ihr müsst nur ein aufmerksam sein und ihr werdet sehen, dass ihr den ganzen Tag von Musik umgeben seid.

Wie man merkt, fahre ich wirklich total auf das Thema ab. 
Aber hey, ich bin sicher nicht die Einzige, die das so sieht, oder?
Ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin.

Keep Running
xxo, Vic

Dienstag, 17. September 2013

Warum die Vergangenheit oft so schön war

Jeder kennt das Gefühl.
Jeder hasst das Gefühl.
Niemand kann was daran ändern.

Gerade heute in der Schule ist mal wieder ein Gesprächsthema zwischen meiner Freundin und mir aufgekommen und ich habe irgendwie den Drang, jetzt darüber zu schreiben (oder ich will einfach keinen Brief an die Queen schreiben in der ich ihr gratuliere, weil ein Stierbaby auf die Welt gekommen ist. Ja. Das ist echt eine Aufgabenstellung!). 
Das Thema war der Drang, sich manchmal in die Vergangenheit zu flüchten, weil einem das hier und jetzt nicht mehr gefällt.

Vergangenheit und Zukunft sind ja beides relativ interessante Themen, wobei mir die Zukunft zurzeit eher etwas Unbehagen bereitet, da in nächster Zeit einiges passieren dürfte, was ich lieber aufschieben würde. Kleines Peter Pan Syndrom hier :)
Die Vergangenheit jedoch ist etwas, über das ich viel zu viel nachdenke. Leider.
Sei es, weil ich etwas ändern möchte, oder weil ich die alten Zeiten vermisse.

In letzter Zeit ist es eher zweiteres.
Das kennt doch sicher jeder. Man hat diese Phase, wo man einfach nur da sitzt und sich denkt 'wie scheiße ist das eigentlich alles gelaufen? Hätte ich doch nur etwas anderes getan'. Hätte ich doch nur...

Sache ist, dass man sich viel zu oft die Vergangenheit zurück wünscht, weil da einfach so einiges 'besser' war. Es ist vergessen, dass es einem damals nicht gut gegangen ist, wenn es einem heute noch mieser geht.
Die Vergangenheit wird oft als Rückzugsort bevorzugt, wo man sich an die alten Zeiten zurück erinnert. 
Wo die beste Freundschaft noch rein war, und nicht durch andere Gefühle verdunkelt und verdreckt wurde.
Wo 'Er' noch gemeint hat, er würde dich beschützen, wenn dir irgendetwas zustößen sollte.
Wo geliebte Menschen noch bei einem waren, und nicht unter der Erde.
Wo man sich bei bestimmten Leuten so verdammt wohl gefühlt hat (die einen dann doch nicht gemocht haben.).
 
Man zieht sich in die Vergangenheit zurück, weil man sich die alten Gefühle wieder zurückwünscht. Weil man sich denkt 'warum ist das alles nicht mehr hier, warum wird alles kaputt. Was hat sich geändert, dass alles den Bach hinunter ist'.

Die traurige Wahrheit ist, dass Dinge nun mal nicht ewig halten.
Weder Freundschaften, noch Liebe, noch Menschenleben.
Dies soll aber nicht bedeuten, dass alles, was man hat, einmal verloren gehen wird. 
Wenn die Freundschaft einem etwas bedeutet- rettet man sie.
Wenn die Liebe einem doch nur weh getan hat- vergisst man sie.
Wenn man jemanden verloren hat, den man liebt- behält man ihn im Herzen und wird ihn nie vergessen.
Und wenn man sich bei Leuten wohl gefühlt hat, die einen nicht mochten... Dann sollte man sich überlegen, wie wahr, wie echt diese Gefühle schlussendlich waren.

Die Vergangenheit zeigt einem oft nur das, was man sehen will, und nicht das, was man verhindern hätte sollen.
Die Fehler die man gemacht hat, werden in den Hintergrund geschoben (wer erinnert sich schon gerne an die Schattenseiten), die Sonnenmomente werden abgerufen.

Und genau daran sollte man denken.
Die Vergangenheit behütet nicht nur die schönen Momente, sie beinhält auch die schlechten, die, die man ausgebessert hat oder die einen zu schaffen machen.
Wenn man diese Fehler, diese Momente findet, dann kann man sie auch ändern. Man kann herausfinden, warum 'heute alles mieser ist'. Man kann herausfinden, wie man seine jetzige Situation wieder ändern kann.

Und daran, meine Leser,
sollte ich mich vielleicht auch halten, da viele der oben genannten Beispiele selbst an mir nagen und ich gerne etwas ändern würde, mir jedoch nicht zutraue, das zu schaffen.
Wer weiß, die einen brauchen länger, die anderen kürzer. 
Es wird Zeit, Dinge zu ändern, um wieder glücklich zu werden :)

Keep Running,
Fezes are cool,
The Family Business,
Vic
 

Donnerstag, 1. August 2013

Dinge, die ich nicht ändern kann

>>Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.<<

>>Herr, gib mir die Kraft, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.<<

Hl. Franziskus

Leute, 
beruhigt euch wieder.
Ich bin in den letzten zwei Wochen weder extrem religiös geworden noch habe ich eine Erleuchtung gehabt ;)
Eher im Gegenteil (da ich die Zeit hauptsächlich in meinem Zimmer abgesessen habe, um mir eine Staffel 'The Walking Dead' nach der anderen hinein zu ziehen).
Auf diese Zeilen bin ich allerdings gestoßen, als ich letztens 'Illuminati' von Dan Brown gelesen habe, und da dachte ich sofort 'Das wär ein gutes Thema für einen neuen Blogeintrag'. Und hier wären wir.

Warum ich ausgerechnet dieses Zitat ausgesucht habe? 
Nun ja, weil es das erste Bibelzitat ist, das wirklich auf mich zutrifft und bei dem ich mir sicher bin, dass viele vielleicht mal darüber nachdenken sollten.

Denn hier wird ein Problem angesprochen, dass so viele haben, mit dem so viele kämpfen. Sie wollen sich die Dinge so richten, wie sie ihnen am besten passen, sie wollen Dinge verändern, die nicht verändert werden können.
Sind es nun Zeugnisnoten, Beziehungen die einen nichts angehen aber einen dennoch kaputt machen, Ende von Büchern etc.

Ein Beispiel:
Nehmen wir mal an, euer/ eure beste(r) Freund(in) kommt mit jemanden zusammen, wo ihr denkt zu wissen, dass das nicht gut enden wird. Man versucht, den/die Freund(in) zu überzeugen, dass der neue Partner nichts ist, wird sauer, man fängt an zu streiten. Und dennoch will man nicht wahr haben, dass es so gekommen ist, man will, dass es rückgängig gemacht wird, dass diese Person aus dem eigenen Leben verschwindet.

Diese Entscheidung liegt allerdings nicht bei uns, die liegt bei dem/der Freund(in). Es stimmt schon, als Freunde erzählt man sich so einiges, aber das bedeutet nicht, dass man für den anderen entscheiden soll.
Wenn man es trotzdem macht, kommt dabei nichts gutes raus und man tut sich nur selbst damit weh. 
Wenn man jetzt allerdings einsieht, dass man es nicht ändern kann, kann die ganze Geschichte ein anderes Ende nehmen.


Weiteres Beispiel: Man regt sich (als Schüler) über eine Zeugnisnote auf, die einem nicht gerechtfertig erscheint. So marschiert man eben zum Lehrer und berschwert sich, fängt an Minuspunkte zu kassieren, macht sich im schlimmsten Fall sogar bei besagter Lehrkraft ziemlich unbeliebt.

In solchen Fällen zählt der Bibelspruch meiner Meinung nach sogar doppelt, da man Zeugnisnoten nur in den wenigsten Fällen ändern kann. Die stehen da, die sind oft felsenfest, aber okay, das sind auch nur ein paar Zahlen auf einem grünen Stück Papier.
Dennoch kann man, wenn man dies einsieht, Nerven sparen, bessere Eindrücke hinterlassen (ruhig bleiben ist immer besser als wütend mit dem Zeugnis herum zu fuchteln und sich lauthals zu beschweren, oder?) und es manchmal sogar leichter einsehen.

Fakt ist: wer sich an diesen Spruch hält, lebt definitiv leichter und gesünder.
Problem an der Sache: viele von uns können gar nicht anders, da sie vielleicht sind wie ich. Temperamentvoll, hitzig, emotional.

Solchen Menschen kann ich aber nur sagen: Leute, es wird besser. Das Leben kommt, wie es kommen muss, manchmal kassiert man Schläge, oft bekommt man aber auch Belohnungen.
Es stimmt schon, man kann viele Dinge nicht ändern. Aber wer sagt dass wir das müssen? Vielleicht müssen wir nur umdenken, die Geschichte von einem anderen Blickwinkel aus sehen oder einfach nur abwarten 'und Tee trinken'.
Es wird immer besser, deshalb muss man keine kostbaren Nerven vergeuden, oder?

xxo 
Vic
 

Freitag, 19. Juli 2013

(Almost) Alone

>>Shadows also spoke about how Arin has settled into the band saying: "He killed it on this record! He did everything we needed him to do. We didn't go in there and write all the drum fills for him (...) He just killed it.<<

>>(...) We wrote songs that needed this type of drumming. I spoke to Arin and said, 'Look, people are going to come at you because of what this record sounds like. They're going to think you should be overplaying like Jimmy and Mike played.' But if The Rev was here with us, this is how he'd have played it. He wouldn't overplay it, he'd sit back in the groove and he'd try to make it as powerful as possible, rather than as technical as possible. I asked [Arin] if he was okay with that; I asked if he was okay with the hate he was going to get. He said he was, and that he wanted to do whatever was best for us and the songs.<< 


Guten Abend meine Lieben!
Ich habe mir als Einstieg für den heutigen Post ein Zitat ausgesucht, das noch gar nicht so alt sein dürfte.
Es stammt von Matt Sanders, oder auch M.Shadows, dem Leadsänger meiner absoluten Lieblingsband, Avenged Sevenfold.
Thema- das neue Album, das am 23. August diesen Jahres auf den Markt kommen wird. Und was passiert vor solchen Ereignissen? Genau- Interviews bis zum Abwinken, Photoshootings, mehr Interviews und viel Werbung und Rummel um die Band. Und so gelang auch ich an den Ausschnitt des Gespräches, als ich mal wieder auf FB herumgammelte und meine A7x Seiten aktualisierte.

Und wenn ich ehrlich bin, habe ich ungefähr ab der ersten fett gedruckten Zeile Tränen in den Augen gehabt.
Für die, die es nicht wissen- The Rev ist der verstorbene Drummer der Band und mein großes Vorbild. Dieses Album ist das erste, auf dem er nicht mehr zu hören sein wird (auf Nightmare hört man ihn noch bei dem Song 'Fiction').
Ich als Jimmy Fan kann schlecht sagen wie mies ich das finde, aber was kann man denn noch machen? Zurückkommen wird Jimmy nicht mehr, aber er lebt in den Liedern, in der Musik und in der Band weiter.

Und ab hier wird es dann schwer.. Die restlichen Bandmitglieder haben es geschafft, wieder aufzustehen und ein neues Album zu machen, da Jimmy es nicht gewollt hätte, wenn sie alles in eine Ecke werfen und von vorne anfangen würden. Das weiß jeder und das sagten sie selber.
Eine Band ohne Drums ist nun aber mal keine Band, weshalb ein neuer Drummer gesucht wurde. Für Nightmare setzte sich Mike Portnoy, der ehemalige Drummer der Band 'Dream Theater', hinter die Drums, und von nun an ist es Arin Ilejay, der kleine Wuschelkopf und meiner Meinung nach das Bandküken.

Allen vorab- ich hab' mich bis jetzt mit Arin nie groß beschäftigt. Gut, er war jetzt Tourdrummer und es wurde getuschelt, dass er möglicherweise in die Band aufgenommen wird, aber ich hab' mich nie mit ihm befasst, kein einziges Mal.

Aber als ich dieses Zitat gelesen habe, wurde mir das erste Mal bewusst, was für eine Last dieser Mensch zu tragen haben muss. Denn das, was Matt gesagt hat, das wird zu 100 Prozent eintreffen. Viele Fans werden ihn hassen, und ich bekomme es ja selbst mit.
Irrsinnig viele Fanseiten stellen ja den Link zur ersten Single auf FB, teilen ihn und verbreiten den Song. Unter diesen Links stehen allerdings vermehrt nur noch 'mieser Song', 'eigentlich wäre er gut, aber die Drums...', 'bitte Jimmy, komm wieder zurück', etc. (gut, und auch viele 'Matt, lass dir die Haare schneiden'), die von den verschiedensten Leuten stammen.
Arin wird davon alles abbekommen. Ich wünsche es ihm nicht, nein, im Gegenteil, ich hoffe so sehr, dass einige durch diese Aussage aufmerksam geworden sind und ihn nicht automatisch dafür hassen, weil er versucht, die Musik lebendig zu halten!

Wie verbittert muss ein Fandom sein, um jemanden, der der Band etwas Gutes tun will, der sie wieder aufbauen will und nur das Beste für die Fans und die Lieder will, so zu hassen?
Ich sage dies nicht, weil ich jetzt ein riesen Arin Fan bin. Ich meine, ich wünsche mir selbst, dass Jimmy wieder zurückkommen würde. Aber das wird nie wieder passieren...
Als Jimmy nun jedoch gegangen ist, hat er eine riesige Lücke hinterlassen, eine Lücke, die man einfach nicht schließen KANN. 
Die Fans haben ihn ins Herz geschlossen, sein Tod war eine Tragödie, ein Schock für jeden, er hat es so weit gebracht und war einer der besten hinter den Drums. Wenn solch eine Person abrupt aus dem Leben gerissen wird, hinterlässt das bei jedem Narben.
So einen Menschen kann man nicht ersetzen. Und das ist auch nicht der Sinn der Sache! Niemand will Jimmy ersetzen, das kann immerhin auch keiner. 
Aber ohne Arin würde die Band vermutlich sterben. Ohne einen Drummer würde die Band sterben, das habe sogar ich eingesehen.

So kann ich nicht verstehen, warum sich so viele (vor allem absichtlich) so stark auf die Drums konzentrieren, dass sie sie einfach schlecht machen MÜSSEN.
Das muss doch nicht sein. Oder?

Ich für meinen Teil habe Arin akzeptiert. Was soll ich auch gegen ihn haben, er selbst meinte einst, dass er Jimmy geliebt hat!
Ich wünsche mir nur für ihn, dass eines Tages auch die vielen Fans von Avenged ihn akzeptieren und ins Herz schließen werden.
Er hat es verdient.

Vic

Freitag, 12. Juli 2013

Difference

Ja, ich melde mich auch wieder mal!
Und nein, ich werde jetzt nicht eine Seite damit verschwenden, mich dafür zu entschuldigen dass ich nicht mehr aktiv war. Vor allem auch weil das eh keinen interessiert, also so what :P

Heut bearbeite ich mal ein Thema, auf das ich gerade erst heute Vormittag gekommen bin und das ich eigentlich ziemlich spannend finde!
Den Unterschied und die Meinung von bekannten Liedern, die von (erfolgreichen) Bands gecovert werden. 
Als Beispiel dient mir jetzt einfach mal das allbekannte 'Just The Way You Are' von Bruno Mars.
Hier das Original:
  
(btw, Bruno Mars ist so ein Künstler, da sage sogar ICH, dass er super ist (ich höre solch eine Musik nicht, das ist schon ein großes Lob für Pop Sänger, wenn ich sage HUT AB!))

Und hier mein Beispiellied:
 (Derselbe Song von einer meiner absoluten Lieblingsbands, Pierce the Veil! -Album: Punk Goes Pop vol.4) 

Wenn man die Lieder jetzt hört fällt einem anfangs vielleicht nicht so viel auf. Gut, PtV klingt eventuell etwas härter und Vics Stimme ist auch etwas, das mal ganz anders ist.
Wenn man jetzt aber wie ich ist und nicht immer nur auf die Melodie achtet, sondern auch auf den gesungenen Text, dann fällt einem was auf.

PtV hat nämlich eine ganz andere Methode angewendet, um an diesen Song ranzugehen, und auf diesen Gedankengang hat mich auch erst ein Kommentar unter dem Lied gebracht. 
Bruno Mars singt das Lied ganz klar für eine Person, für seine Freundin die vor ihm sitzt und der er sagt wie sehr er sie liebt.
PtV Fans könnten hier aber etwas anderes hinaushören. Vic singt nämlich in den Liedern nie für eine Person allein. Selbst bei solch einem Liebeslied kann man, wenn man genau drauf hört, merken, dass er damit alle ansprechen will, die das Lied hören. Nicht nur seine Freundin, die vor ihm sitzt, sondern jedes (in dem Fall) Mädchen, das vor dem Computer sitzt.

Und so geht das nicht nur mit der Version von PtV. Alle Lieder, die man covert, die bekommen eine ganz andere Bedeutung, auch wenn der Text genau derselbe bleibt. Aus einem Liebeslied wird ein Lied, das andere wieder aufmuntern soll. Aus einer Pophymne die im Club auf und abgespielt wird, wird ein Lied zu dem man dazuweinen könnte.

Selbst wenn ich ein Lied singe (hab gerade letztens Radioactive von Imagine Dragons gecovert), klingt es von der Bedeutung her anders (dass es stimmlich anders ist ist eh klar ^^), da jede einzelne Person die eigene -nennen wir sie- Leidenschaft in den Song steckt und ihn so mit eigenen Ideen belebt.

Und ich denke, dass ich nicht die einzige bin, die das merkt, oder?
Vic

Montag, 25. März 2013

We Can Live Forever

Heute will ich euch mal eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die Höhen und Tiefen, glückliche und traurige Momente, Liebe und ganz viel Musik enthält. 
Und diese Geschichte begann am 24. Dezember 2010. 

Jeder kennt den Anblick vom Weihnachtsbaum. Herrlich grüne 'Blätter', die schönen bunten Kugeln, die noch nicht angezügndeten Kerzen... 
An dem Tag saß auch ich wieder vor dem Baum (ja, es war 10 Uhr am Vormittag und ich konnte es kaum erwarten... Ich bin so ein Kind ^^), starrte auf die Nadeln und spielte mit meinem Handy herum. Irgendwann legte ich mich auf den Boden, schob mich rückwärts und lag somit mit dem Kopf unter dem Baum. Warum genau ich das getan habe, weiß ich nicht, aber ich habe auch nicht gewusst dass mich dieser Schwachsinn verändern würde (und nein, mir ist keine Kugel auf den Kopf gefallen und hat mein Weltbild geändert). Denn irgendwann habe ich mir wieder mein Handy geschnappt, mein Headset angesteckt und bin auf Youtube gegangen, obwohl ich dank den Nadeln nicht viel gesehen habe. Nach kurzem überlegen habe ich dann ein Lied eingegeben, dass meine beste Freundin mir mal gezeigt hat und dass ich kurz davor noch mal im Fernsehen gehört habe. Und dieses Lied hat mein Leben verändert. 


Als 'Melly' mir das Lied gezeigt hat, habe ich mir nur gedacht 'Na ja, geht so', als ich es dann aber im Fernsehen als Werbung gesehen habe, habe ich mir sogar gedacht, mir das Album vielleicht zuzulegen, habe den Gedanken aber wieder verworfen.
Doch an diesem Tag habe ich das erste Mal bewusst die Band angehört und mir gedacht: Die sind doch gar nicht so schlecht!

Drei Tage später saß dann Melly bei mir, wir haben uns gezeigt was wir so bekommen haben und ein wenig geredet. Und plötzlich kam das Gespräch auf besagte Band zurück, da sie zu Weihnachten das Album bekommen hatte.
'Hey, ich hab mich da mal umgehört- nächstes Jahr im März wäre ein Konzert in München!'
'Was, echt? Is ja cool", habe ich gesagt.
'Ich könnt' Paps ja mal fragen, ob er mit uns hinfährt'
'Ja, warum nicht? Ich sollte mir nur ein paar Songs zulegen, was?', habe ich gelacht, da ich sowieso damit gerechnet habe, dass aus dem Konzert nichts wird.

Nichts desto trotz wurde der Plan aufgestellt und ich stand wenige Tage darauf im Laden und hielt 'The Black Parade' in den Händen. Ich hab' mir das Songbooklet kurz angesehen, genickt und bin aus dem Laden gegangen - aber natürlich nicht, ohne die CD zu kaufen. Ich weiß noch ganz genau, dass ich zu Mittag beim Chinesen gesessen bin und am Nachmittag eine FF geschrieben habe. Und dazu habe ich die neue CD angehört.

Die Zeit verging und der Plan mit dem Konzert wurde immer schmackhafter. Doch wie das so ist bei Dingen, die man sich sehr wünscht- sie gehen selten in Erfüllung. Denn kaum hat man sich mit der Band ziemlich angefreundet, kommt der Anruf.
'Paps kann nicht. Sprich: wir haben nur noch eine Chance.' Und damit war meine Familie gemeint. Ich hab das Gesicht verzogen, geseufzt.
'Okay, ich frag mal. Kostet ja nichts' hab ich gesagt, aufgelegt und bin zu meinem Dad gegangen. 
Und dann geschah etwas, was das Schicksal so wollte...
'Hey Dad. Ich weiß, das klingt jetzt komisch, aber kannst du vielleicht im März mit mir und Melly nach München zum MCR Konzert fahren?'
'Im März?'
'Ja...'
'Okay.'
Und somit hat mein Dad mir das vermutlich größte Geschenk gemacht, das man mir machen könnte. Er hat mir die Möglichkeit geboten, die größte und schönste Band zu sehen. Meine Vorbilder, die sie damals noch nicht waren, aber nur allzu schnell geworden sind.

Kurz: Die Tage wurden gezählt, es wurde gezittert, gewartet, und dann, endlich, kam der 9. März 2011. Ich weiß noch ganz genau, Melly war die Woche vorher krank gewesen und ich hatte total Angst gehabt, das Konzert abblasen zu müssen.
In der ersten Stunde hatten wir Musik, in der letzten Mathe. Wie man sich so etwas merkt, oder?
Schließlich wurden wir entlassen und bewegten uns Richtung München.
Um 6 Uhr standen wir dann schon vor der Halle und haben gewartet. Ich weiß noch wie aufgeregt wir beide gewesen sind...

Und dann, als die Vorband fertig war und die Bühne umgebaut war, wurde es dunkel. Das Intro von NaNaNa, Look Alive Sunshine, ertönte und die Leute um mich herum begannen zu kreischen.
Tja, und dann kamen sie auf die Bühne. Allen voran Ray, der sich mit einem fetten Grinsen im Gesicht seine Gitarre umgehängt hatte und ins Publikum lachte. Ich konnte auch Blicke auf Frankie und co erhaschen und war in diesem Moment die glücklichste Person auf der gesamten Welt. Man kann so etwas mit nichts vergleichen- wenn nur vier Meter vor dir deine Lieblingsband aufspielte.

Und so habe ich mich verliebt.
Ich habe mich verliebt und ich habe es nie bereut.
Denn diese Band rettet Leben. Und die Zukunft von vielen Leuten.
So auch meine.

Ich war zwar nie eine der Personen, die sagen kann 'Mcr hat mir das Leben gerettet'. Aber ich bin eine Person die sagen kann 'Ohne diese Band wäre ich heute nicht die, die ich bin.'
Es hat damit angefangen, dass ich ein Fan wurde. Ein großer Fan. Und was machen Fans sehr oft? Genau, sie schreiben FanFiction.
So also habe ich mich zum Uraltcomputer meines Bruder gesetzt und einfach ohne zu denken angefangen, eine Geschichte zu schreiben. Und diese Geschichte wurde mein Baby, mein 'Fooling Me Franky'. 

Ich habe angefangen, die Revenge Zeit abartig zu vergöttern und habe begonnen, meinen eigenen Style zu finden. Aus dem, was ich nicht sein wollte, wurde ich.
Die hellbraunen Haare wurden geschnitten und schwarz gefärbt, die Klamotten wurden getauscht, das Lächeln wurde breiter. Ich will jetzt nicht sagen, dass MCR mich in einen Emo verwandelt haben, ich will sagen, dass sie mir den Mut gegeben haben, mich so anzuziehen wie ich will. Sie haben mir den Mut gegeben, ich zu sein.

So wurde ich also zu 'Franky', der Protagonistin meiner Fanfiction. Und genauso wie Franky liebe ich es, zu zeichnen. Ich habe angefangen, Dinge zu zeichnen, habe sie aber nicht wirklich gut gefunden. Meine Freunde haben zwar gesagt dass es gut aussieht, ich war aber immer skeptisch und war ziemlich oft sehr nahe dran, alles zu werfen. Genau wie die Fanfiction. Doch wenn ich solche Phasen hatte, habe ich den iPod eingesteckt und wurde aufgeheitert und ermutigt, weiter zu machen und an mich zu glauben.

Mit der Zeit wurde MCR mein Leben. Sie waren immer da, ich habe zu ihnen aufgesehen und werde es vermutlich immer tun. Melly bekam den Spitznamen 'Gee' und ich wurde zu 'Franks'. Jetzt nennen wir uns immer noch so, obwohl ich inzwischen zu 'F' abgekürzt wurde.

Irgendwann bin ich dann in meinem Zimmer gesessen und habe mal wieder die Lieder gehört, während ich von den Gitarrenparts geschwärmt habe. Da ich einer der größten Frankie-Fans überhaupt bin, habe ich mich von Anfang an stark auf die Gitarren versteift. Aber das nicht nur wegen Frankie, sondern auch wegen mir. Denn es war schon in der Volksschue mein großer Wunsch, einmal E-Gitarre zu lernen. Damals habe ich aber immer gedacht 'Mädchen dürfen so was nicht spielen', und es vergessen.
Jetzt habe bin ich dagesessen und habe einen Entschluss gefasst. Ich habe an Ray denken müssen, wie er in München in die Menge gegrinst hat und habe angefangen zu sparen. Und siehe da- im selben Jahr noch wurde mein Kindheitswunsch erfüllt und ich habe angefangen, Gitarre zu spielen.

Und ich habe keine einzige dieser Entscheidungen jemals bereut.
Nein, im Gegenteil. Dadurch bin ich jetzt das was ich bin. Durch My Chem höre ich nun die Musik die ich höre, durch diese Band habe ich die coolsten Freunde der Welt gefunden (Katze, Cutter, Michi, ihr wisst das ich euch meine. Und Leute, ich liebe euch).
Ich habe durch My Chemical Romance angefangen zu leben.

Warum ich euch das erzähle? Nun ja, letzten Samstag, am 23. März 2013 bin ich am Morgen aufgestanden, war guter Dinge und habe dann mal auf mein Handy gesehen, nur um den größten Schock meines Lebens zu bekommen.
'Franks! Mcr broke up....'

Ich muss dazu sagen, dass ich schon lange kein MCR mehr gehört, da ich eher auf A7x, meiner neuen Lieblingsband, und einigen anderen Bands war. Ich habe also genickt und mich auf mein Bett gesetzt. Ich habe etwas emotionslos aus dem Fenster gestarrt, meine Beine dann überschlagen...

Und dann bin ich in Tränen ausgebrochen.
Ich habe die Band zwar ein wenig vernachlässigt, dennoch habe ich mich schon irrsinnig auf das neue Album gefreut und war mir schon wieder sicher, beim nächsten Konzert in meiner Nähe dabei zu sein.
Doch diese Pläne wurden zerschlagen.

Ich habe an die alten Zeiten gedacht, daran, wie oft die Band mir geholfen hat. Ich habe an die Lieder, an Frankie, an Gerard, an Ray und an Mikey denken müssen, habe an die Killjoys gedacht, an meine Freunde, an mich.
Und ich habe daran gedacht, dass jetzt nichts mehr so sein würde wie vorher.
Denn wenn mir dies eines gelehrt hat, dann ist es dieses:

Ich liebe My Chemical Romance, ich habe sie immer geliebt und ich werde sie immer lieben, auch wenn ich gedacht habe, dass sie nicht mehr meine Lieblingsband wären. Doch mit dieser Annahme bin ich falsch gelegen.

Sie haben mir so oft geholfen und dafür wollte ich Danke sagen. Ich wollte ihnen für ihre unglaubliche Musik danken, dafür, dass sie aus mir das gemacht haben was ich bin.
Ich wollte ihnen noch so viel sagen, wollte sie noch so oft sehen, doch ich habe nie gedacht dass ich in München die erste uns einzige Chance bekommen würde, diese unglaubliche Band zu sehen.

So muss ich es also so machen. Ich weiß, dass sie es nie lesen werden, doch ich weiß, dass ich nicht der einzige Fan bin, der trauert. Ich weiß, dass es vielen tausenden, ja wenn nicht Millionen Fans gleich geht wie mir.

Für mich ist an dem Tag die Welt untergegangen. Und an diesem Tag ist ein Stück von mir gestorben.
Allerdings wäre ich ohne die Band nicht ich.
Ich habe ihnen so viel zu verdanken und werde sie immer in meinem Herzen tragen. Weil ich es ihnen schulde. Und weil ich nicht anders kann.
Und das Leben geht weiter. 
Ich werde nicht mehr weinen, ich werde lächeln weil ich sie gehabt habe. Ich werde lächeln, weil ich ein Teil von diesem Abenteuer war.

Danke, My Chemical Romance. Danke für die letzten drei Jahre, ich wünschte ich hätte euch schon früher kennengelernt. 
Danke Frankie, dafür, dass du mir bewiesen hast, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will. Ohne dich würde es Fooling Me Franky nicht geben, ohne dich hätte ich nie zum Schreiben begonnen, ohne dich wäre mein Kindheitstraum ein Traum. Ohne dich wäre ich nicht ich. Frankie ich liebe dich, obwohl ich dich nur ein Mal getroffen habe. Ich habe nie die Möglichkeit gehabt, dir das zu sagen, aber ich muss es hier aufschreiben. Frankie, ich danke dir für alles, was du für mich getan hast, auch wenn du nicht mal weißt dass ich existiere. Danke.
Danke Gee, dass du mir gezeigt hast dass man beides sein kann- Künstler und Sänger zugleich. Und danke dafür, dass du diese Band in die Welt gerufen hast. Ohne deine Texte, ohne die Ideen dahinter hätte ich selbst keine Ideen gehabt. Ich hätte nie die Dinge getan, die ich heute mache. Nur wegen dir bin ich Künstler, nur wegen dir weiß ich, dass ich es noch weit bringen kann. Wenn ich nur dran glaube.
Danke Ray, dafür, dass du mir bewiesen hast wie schön ein Mensch sein kann. Ich habe dich in München gesehen und habe gewusst: So sieht ein Mensch aus, der das, was er macht über alles liebt. So sieht ein Mensch aus, der die Menschen unter sich liebt. So sieht ein Mensch mit einem unglaublichen Charakter aus. Du hast mir gezeigt, dass man außen nicht unbedingt eine Schönheit sein muss, sondern dass das Innere zählt. Das Stärkste, was du gemacht hast, war #SingitforJapan. Ich bewundere dich Ray.
Und auch dir Mikey möchte ich danken, obwohl ich nie einen großen Bezug zu dir hatte. Dennoch warst du ein Teil dieser Band und ich weiß nicht wie oft ich wegen dir lachen musste, weil du einfach das knuffigste Individuum bist, das ich je gesehen habe. 

Danke My Chemical Romance, dafür, dass ihr da wart wenn ich euch gebraucht habe. Ich habe gerufen, ich habe euch gefunden.
Irgendwas hat mich zu euch geführt, irgendetwas wollte, dass ich mit euch glücklich werde. Und ich habe es geschafft. Die letzten drei Jahre mit eurer Musik, mit euch waren eine der schönsten.

Ich liebe euch,
über alles

Vic